Munzee wird 15 Jahre alt – und wer hätte 2011 gedacht, dass ein unscheinbarer QR-Code an einem Windrad einmal der Anfang einer weltweiten Leidenschaft werden würde? Rob jedenfalls nicht ganz. Eigentlich suchte er einen Geocache, entdeckte stattdessen einen im Wind flatternden Code mit der verheißungsvollen Aufforderung „Scan for points“ und tat, was jeder vernünftige Mensch tun würde: Er verbrachte anschließend drei Stunden damit, sämtliche Munzees im Umkreis von 15 Meilen einzusammeln. Rund 300 Punkte später war klar: Dieser Mann war verloren – oder besser gesagt gefunden.
Damals gab es ausschließlich physische Greenies, fünf Punkte pro Fund und selbst gebastelte QR-Codes, die mit Klebeband, Laminierfolie und reichlich Optimismus befestigt wurden. Rob erkannte früh das Potenzial und überredete das Team nach nur zehn Monaten beharrlicher Überzeugungsarbeit, ihn als Freiwilligen aufzunehmen. Seine erste große Mission bestand darin, professionelle Aufkleber herstellen zu lassen. Nachdem mehrere Druckereien angesichts von 10.000 individuellen QR-Codes vermutlich nach dem Notausgang gesucht hatten, fand er doch noch einen Anbieter. Die erste Lieferung bildete eine etwa zwölf Meter lange Rolle durch sein Haus. Rob schnitt eine ganze Nacht lang Bögen daraus – und klebte sich für das Werbefoto selbstverständlich einen Sticker auf die Stirn. Die 10.000 Exemplare waren innerhalb eines Tages verkauft.
Aus den Greenies wurden virtuelle Munzees, Juwelen, Bouncer, Gärten, Clan Wars und zahlreiche weitere Spielvarianten. Weil Rob bei einem Event in Köln mehr auf sein Smartphone als auf die Stadt und die anwesenden Spieler schaute, verlangte er anschließend eine Taste, mit der sich alles auf einmal erfassen ließ. Der Blast Capture war geboren. Anfangs brauchte das System für 100 Ziele allerdings bis zu einer Stunde. So entstand vermutlich auch das bis heute gültige Munzee-Motto: Das Spiel lehrt Geduld.
Auch CuppaZee begann bemerkenswert bescheiden. Sam entwickelte 2018 zunächst ein Statistikwerkzeug für seine Mutter. Heute gehört die Anwendung fest zur Munzee-Welt, und mit CuppaZee Gardens lassen sich virtuelle Gärten bequem planen und per Mausklick bestücken. Sams Freizeitgestaltung bleibt dabei erfreulich übersichtlich: Er spielt Munzee und programmiert. Hinweise auf eine geheime Karriere als Bodybuilder konnten im Podcast nicht bestätigt werden.
Robbie wiederum kämpft täglich gegen Bugs, unbeabsichtigte Nebenwirkungen und das gefürchtete „Spaghetti-Code-Monster“. Sein Arbeitsmotto lautet sinngemäß: „Haltet meinen Dr Pepper, ich programmiere das.“ Tim aus Minnesota besitzt sogar einen älteren Account als Munzee-Präsident Rob und platzierte den ersten Munzee seines Bundesstaates. Für seinen ersten Million-Punkte-Tag marschierte er mit Smartphone, Rucksack und externer Batterie stundenlang durch Los Angeles – Romantik sieht bei Munzee eben anders aus.
Nach 15 Jahren ist Munzee deutlich komplexer, bunter und gelegentlich verrückter geworden. Geblieben sind die Freude am Entdecken, die Community und die Erkenntnis, dass aus einem flatternden QR-Code tatsächlich eine ziemlich große Sache werden kann.
Dieser Blog fasst etwas humorvoll den wöchentlichen offiziellen Munzee Podcast in Deutsch zusammen
29 Juli 2026
29.7.2026: 15 Jahre Munzee – vom flatternden QR-Code zum Millionenpunkte-Wahnsinn
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